Die Chronik der ersten 10 Jahre:
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Vereinsfahrt beendet *** Voller Erfolg in Oldenburg! *** Neue Hallentermine sind eingetragen *** Planungen über Weihnachtsfeier laufen *** Ziel der nächsten Vereinsfahrt bereits in Diskussion ***

Platte allein in Oldenburg



Nach Dresden 2010 erwartete die Torpedokogge diesmal ein Event der Extraklasse: Das Stadtfest in Oldenburg. Wer an dieser Stelle nun mit der Aussage kommt "Oh Gott - was ist denn in Oldenburg???" der wird - wie wir übrigens auch - die Antwort am Ende des Textes kennen. Eines kann vorweg genommen werden: Orientierungsloses Rumgelaufe und kulturelles Rahmenprogramm fanden in diesem Jahr nicht statt. Hat auch niemand vermisst.

Auch in diesem Jahr haben sich 9 Torpedos für die Fahrt Zeit nehmen können und eigentlich auch schon Wochen darauf hin gefiebert. Anders kann der Konsum diverser alkoholischer Getränke nicht zu erklären sein. Rund 100 Dosen eisgekühlter Heinekenbräu warteten nebst einem mysteriösen Brand von Carsten auf ihren Verzehr.

Die Anreise mit Absinth - ein Traum!

Dabei war diesmal endlich mal wieder ein Kassettenrecorder; das schlechte Gewissen von Tscharm hatte letztendlich zu einem Kauf geführt. Der eingeweihte Betrachter wird wissen warum, ich möchte an dieser Stelle nicht mehr die alten Räuberpistolen berichten.

Ebenfalls sollte nicht unerwähnt bleiben, dass auch unser Freund Müsli wieder kulinarische Köstlichkeiten aus dem Jenseits serviert hat. Absinth lauwarm - ich kann es dem neidischen Leser absolut empfehlen. Führt ganz sicher zum Gedächtnisverlust. Ansonsten verlief die Hinfahrt eher reibungslos; bis auf einen Fahrgast, der sich über die Musik bei der Zugbegleiterin beschwerte gab es ansonsten keine nennenswerten Zwischenfälle. Dies lag vielleicht auch daran, dass man Tscharm den gewünschten Dialog mit dem Fahrgast untersagte.

"Ich habe vor Wut mein Handy weggeworfen. Dann war es kaputt."

100 Dosen Bier später war man dann endlich in Oldenburg. Spottgünstige Anreise übrigens; das ganze für 15 Euro pro Person. Nun, man hat dann zwar das Vergnügen mit dem öffentlichen Nahverkehr zu reisen, aber mit 9 Leuten gehts.
Nach einem kleinen Zwischenstopp - einer musste etwas "Schaum" wegbringen - robbten sich die Torpedos zum Hotel. Auf den ersten Blick ein alter Betonbunker, nicht wirklich schön. Da waren die Jungs aus Hamburg noch etwas anderes gewohnt. Die wahre Pracht konnte man dann aber von innen sehen; ein sehr schönes Hotel mit einigem Komfort. Kurz eingecheckt und schon wurde die sehr nah gelegene Innenstadt erobert. Übrigens - wer glaubt, dass Oldenburg ein kleines Kaff ist, liegt falsch. Hier kann man sich verlaufen. Platte hat uns das bewiesen. Dumm nur, wenn man dann auch noch sein Handy schrottet und somit überhaupt keinen Kontakt zum Rest des Teams herstellen kann. Seine Kommentierung dazu steht bereits oben.

Zurück zum Rest - auch wenn auf Anhieb der Verlust Plattes denen gar nicht so präsent war - dieser machte sich zumindest lustig über den Abwesenden. Schließlich wurde bereits der Schläferpokal an den vermeintlichen "Zu-Bett-Geher" vergeben. Egal, Hauptsache er hatte vor dem Abendessen noch mal den üblichen Obolus in die Gemeinschaftskasse eingezahlt. Schließlich gelang es Platte dann doch noch, einen der Truppe aus dem Hotel heraus zu erreichen und wieder zur Truppe zurück zu stoßen.

Eine als Saxophon verzauberte Gitarre  

Nach unzähligen Bierständen und etlichen Bühnen mit DJ´s und Bands fanden die Torpedo´s schließlich ihr Ziel - ein Marktplatz (ähnlich dem Halterner) mit einer - riesigen Bühne vor der Kirche. Und denen, die noch heute darüber berichten, dass auf der Rückseite des Gotteshauses noch einmal das gleiche stand, attestiere ich einen hervorragenden Rausch. Da war nix. Zumindest nichts erwähnenswertes. Aber zurück zur Vorderseite - dort feierten die mittlerweile aus 5% Alkohol bestehenden Kicker mit jeglichen Liedern der Band. Mittlerweile hatte auch ein angenehm kühlender Regen eingesetzt.

Allerdings drehte sich bei mir persönlich die Gemütsstimmung nach 2 Stunden Dauerregen von "angenehm" auf "feuchte Dauerbelästigung" (ganz ehrlich, ich kann mich nicht erinnern, jemals so lange dieser ekelhaften Naturgewalt ausgesetzt gewesen zu sein). Mein Zimmernachbar - so würde ich am nächsten Tag dazu berichten - hielt es sogar nicht mehr für notwendig, sich beim Duschen in der Nacht die Sachen auszuziehen. Es machte bezüglich des Nässegrades keinen Unterschied....

Das mit der Änderung der Gemütsstimmung muss kurz nach dem gewesen sein, als diverse Torpedo´s mit aufblasbaren Gitarren über den Marktplatz hüpften; ich persönlich ebenfalls eine gefangen (eigentlich raffiniert von der Band eingefädelt). Nach mehreren Strophen Luftgitarre musste ich allerdings feststellen, dass meine Gitarre eine Profilneurose hatte und eigentlich ein aufblasbares Saxophon war. Aber das konnte man im strömenden Regen gar nicht auf Anhieb erkennen. Echt nicht. Ach ja - der Regen.

Tscharm hatte die rettende Idee: Einfach in ein nah gelegenes Bistro gehen. Da regnet es weniger. Manchmal sind die Lösungen so einfach. Scheinbar. Denn es kamen nur Platte, Kevin und meine Wenigkeit mit. Der Rest hatte sich im Regen mittlerweile gemütlich gemacht; Akki hatte sogar schon einen Regentanz ausgegraben, welcher den Bodenkontakt sogar beinhaltete.

Tanz auf dem Hocker, Baby!

Mittlerweile - ich berichtete es - hatte ein Teil keine Lust mehr auf Regen. Gemeinsam mit den 3 weiteren Torpedos gingen wir ins Cäser´s. Eine nette Kellerdisco direkt nebenan in einer Feiergasse, die uns am nächsten Tag einen Bass auf die Ohren geben würde, den wir so noch nicht erlebt haben. Nicht die Disco - die Gasse.

Kurz nach Ankunft im Cäsers knüpfte Platte direkt Kontakt mit Einheimischen. Diese berichteten ihm, wenn er auf einem Hocker mitten auf der Tanzfläche tanzen würde, käme er mit 100 Jungfrauen in den Himmel. Oder so ähnlich. Es muss auf jeden Fall etwas unheimlich tolles gewesen sein, was man ihm versprochen hatte, denn unser Discohasser Platte ("ich habe jedes Gespräch, dass es zu führen gibt, in einer Disco geführt - ich brauche keine Disco mehr") stand plötzlich mitten auf der Tanzfläche. Mit Hocker. Und er auf selbigem. 10 Tage nachdem er den Gips vom Fuß entfernt bekommen hatte.    

....Fortsetzung folgt...
 

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Text und Design by T. von Ohlen / letzte Aktualisierung 05.09.11  



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